Der Guide für deine Bewerbung im Consulting - 2025
Die Best Practices für deine Bewerbung & Interview-Vorbereitung
Warum dieser Guide?
Henri ist einer unserer Coachees und unser erster FirstGen Stipendiat. Bereits im Bachelor konnte er sich Offers von Struktur Management Partner und FTI-Andersch sichern. Aus dem persönlichen Coaching von über hundert großartigen Coachees wie Henri in den letzten 2 Jahren wissen wir, was erfolgreiche Kandidaten anders machen.
Diese Erkenntnisse findest du hier in einer kompakten Roadmap, die dir zeigt:
✅ Warum 90 % der Bewerber scheitern – und wie du zu den Top 10 % gehörst
✅ Die 8 häufigsten Fehler – und wie du sie vermeidest
✅ Die Best Practices, mit denen du dich von der Masse abhebst

Die 8 häufigsten Fehler von Consulting Bewerbern
in der Übersicht
CV nicht optimiert
Keine Bewerbungsstrategie
Auswendig gelernte Frameworks
Stagnation statt Fortschritt
Schädliche Case-Ressourcen
Wenig Personal Fit Vorbereitung
Fehlendes Netzwerk
Stress, Druck und Nervosität
Fehler 1: Dein CV ist nicht optimiert und kostet dich daher Interview-Einladungen
Das Problem: Du bist unsicher, ob dein CV wirklich das Maximum aus deinem Profil herausholt? Dann bist du nicht allein – in 90 % der Fälle sehen wir ungenutztes Potenzial. Dabei ist dein CV der Schlüssel, um überhaupt in die Interviews zu kommen.
Best Practice
Der größte Hebel für mehr Einladungen ist ein CV, der auf den ersten Blick überzeugt. Recruiter nehmen sich oft nur 30 Sekunden für die erste Sichtung – in dieser Zeit muss dein Profil klar herausstechen.
Was muss Dein CV beinhalten?
Dein Lebenslauf sollte akademische Erfolge, praktische Erfahrungen und extracurriculare Aktivitäten aufzeigen.
Noten sind nicht alles! Die „5er-Regel“ (Summe aus Abi, Bachelor und Master < 5) ist ein Mythos – dein Profil wird im Screening der Top-Beratungen ganzheitlich bewertet.
Schwächere Noten? Bis zu einem bestimmten Grad kein Problem, wenn du durch besonders starke Praxiserfahrung oder extracurriculares Engagement punktest.
Was macht einen starken CV aus?
Faktor 1: Perfekte Formatierung.
✔️ Halte das Design klassisch & clean – kein „fancy“ Layout, keine Punkteskalen, keine CV Summary.
✔️ Klar strukturierte Abschnitte, damit Recruiter sofort finden, was zählt.
Faktor 2: Die richtigen Inhalte.
✔️ Daneben musst du deinen CV inhaltlich speziell auf die Anforderungen im Consulting zuschneiden.
✔️ Impact zählt! Erfolge immer quantifizieren – Consulting dreht sich um messbare Ergebnisse.
✔️ Proaktivität & Leadership betonen – diese für Consultants wichtigen Eigenschaften sollten sofort erkennbar sein.
Diese Schritte solltest Du jetzt unternehmen
Im Folgenden findest du die wichtigsten „Quick Fixes“ für einen starken Consulting-CV.
Akademische Erfolge:
✔️ Abiturnote nur angeben, wenn sie 1,5 oder besser ist.
✔️ Top x%-Platzierung anführen, falls deine Uni streng benotet.
✔️ Awards & Stipendien (z. B. Deutschlandstipendium, Thesis-Auszeichnungen) hervorheben.
✔️ Einzelnoten ergänzen, wenn sie für die Position relevant sind (z.B. Finance-Note für M&A-Beratung).

Praktische Erfahrungen:
✔️ Selbstbewusst formulieren – „led“ oder „designed“ statt „contributed“.
✔️ Impact statt Aktivitäten betonen – was hast du erreicht?
✔️ Ergebnisse quantifizieren (z. B. identifizierte Einsparpotenziale, gesteigerte Effizienz).
✔️ Wichtige Skills (Leadership, Proaktivität, Teaming) explizit je durch mind. einen Punkt zeigen

Extracurriculare Aktivitäten:
✔️ Konkret werden: Welche Events hast du organisiert? Wie viele Teilnehmer?
✔️ Deine Rolle klar benennen (Mitglied, Projektleiter:in, Founder…).
✔️ Relevante Skills hervorheben – Leadership, Proaktivität, Teamwork.
✔️ Die Section niemals weglassen! Selbst vermeintlich unwichtige“ Aktivitäten können den Unterschied machen.
Wie wir Dir bei diesem Schritt helfen
Mit unserer Erfahrung im CV-Screening führender Unternehmensberatungen optimieren wir deine Unterlagen so, dass sie Recruiter sofort überzeugen. Unabhängig vom Ausgangsniveau deiner Bewerbungsunterlagen werden wir diese signifikant verbessern.
Unser Ziel: Mehr Einladungen, mehr Chancen, mehr Offers.
Bereit, deinen CV aufs nächste Level zu bringen?
"Ich habe durch ihre Hilfe genau meine Stärken identifiziert und gelernt, diese sowohl in meinen Bewerbungsunterlagen als auch in den Interviews besser hervorzuheben."
Yannick
Offer von Monitor Deloitte
Fehler 2: Ohne Plan statt mit einer durchdachten Strategie bewerben
Das Problem: Dein wichtigstes Interview sollte nicht dein erstes sein. Doch ohne eine kluge Strategie kann genau das passieren. Viele Bewerber wissen nicht, wie sie ihre Bewerbungen systematisch planen, um zunächst bei weniger präferierten Beratungen "live" üben zu können und dann mit einem oder mehreren Backup-Offers in die entscheidenden Interviews zu gehen.
Best Practice
Der Schlüssel zu mehr Erfolg? Eine volle Interview-Pipeline! Je mehr Interviews du führst, desto größer sind deine Chancen auf ein Offer.
Der 2-Schritte-Plan für Deine Strategie
Schritt 1: Gezieltes Networking - dein Shortcut zur Einladung.
Nutze Events an deiner Hochschule oder spezielle Unternehmensveranstaltungen, um um frühzeitig Kontakte zu knüpfen. Persönliche Empfehlungen erhöhen deine Chancen auf eine Einladung erheblich – bei manchen Beratungen kannst du so sogar eine Interviewrunde „überspringen“.
Bonus Tipp 1: Nutze Consultingplattformen wie PrepLounge, um relevante Events nicht zu verpassen.
Bonus Tipp 2: Finde gezielt Events für deine Zielgruppe (z.B. Frauen, Diversity, Fachrichtungen).

Schritt 2: Strategisch geplante Bewerbungen.
Breit bewerben: Mindestens 10 Unternehmen, besser noch mehr. Warum?
✔️ Der Interviewprozess ist überall ähnlich – jede Bewerbung bringt dich weiter.
✔️ Mehr Interviews = mehr Motivation für die Vorbereitung.
✔️ Mehr Routine = bessere Performance in wichtigen Gesprächen.

Die richtige Reihenfolge ist entscheidend!
✔️ Starte mit Unternehmen, die nicht ganz oben auf deiner Liste stehen.
✔️ Nutze die ersten Interviews, um Schwächen zu erkennen & Routine zu gewinnen.
✔️ Bewirb dich strategisch: erst bei „Übungsfirmen“, dann bei deinen Favoriten.
Sei realistisch
Bewirb dich bei Zielberatungen, die aus Deinem Status Quo Profil das Optimum herausholen, aber nicht „zu hoch gegriffen“ sind. DiesePodcast-Empfehlung kannst Du später mit besserer Ausgangsbasis angehen.
Eine gute Einschätzung bietet etwa eine Recherche der LinkedIn-Profile aktiver Berater der jeweiligen Unternehmen.
Bonus Tipp: Erstelle eine Excel-Liste, um alle Bewerbungen, Prioritäten und Interviewtermine zu tracken. Ordne die Unternehmen in drei Gruppen und versende deine Bewerbungen in Batches:
Gruppe 1 (Übungsunternehmen): Früh bewerben, um erste Interviews zu sammeln.
Gruppe 2 (Mittelpräferenz): Nach 2–3 Wochen nachlegen.
Gruppe 3 (Top-Ziele): Sobald du sicher und routiniert bist.
So stellst du sicher, dass deine wichtigsten Interviews nicht deine ersten sind!
Erst das Offer, dann die Entscheidung!
Viele Bewerber investieren zu viel Zeit in den Vergleich von Beratungen, bevor sie überhaupt ein Angebot haben. Falscher Fokus! Lege dich nicht zu früh fest – hol dir erst das Offer, dann kannst du immer noch entscheiden.
Wie wir Dir bei diesem Schritt helfen
Gemeinsam erarbeiten wir eine Bewerbungsstrategie, die perfekt zu deinem Profil passt – mit den richtigen Zielunternehmen und einer optimal getakteten Interviewpipeline für maximale Chancen auf ein Offer.
Podcast-Empfehlung
Im Gespräch mit den studentischen Beratern von Heinrich Heine Consulting teilt Johanna Insights zu den Themen Bewerbungsstrategie und Vorbereitung auf das Personal Fit Interview.
Fehler 3: Abhängigkeit von auswendig gelernten Frameworks, die nicht funktionieren
Das Problem: Du fühlst dich unsicher, weil du nicht weißt, wie du jeden Case systematisch und eigenständig lösen kannst. Statt einer klaren Schritt-für-Schritt-Strategie verlässt du dich auf veraltete Standardframeworks oder hast das Gefühl, Glück zu brauchen, um zum richtigen Ergebnis zu kommen.
Best Practice
Ein Case im Interview ist eine Business-Fragestellung, die du eigenständig und logisch beantworten musst. Der Schlüssel liegt darin, deine eigene Herangehensweise zu entwickeln und diese klar zu kommunizieren.
Warum Standard-Frameworks nicht ausreichen?
Verlasse dich nicht auf auswendig gelernte Frameworks. Viele Bewerber kennen klassische Frameworks wie Porter's Five Forces, die 4P für Marketing-Cases oder die 3C-Analyse. Doch das wird dir in den meisten Fällen nicht weiterhelfen – und hier sind die Gründe:
Grund 1: Die Cases sind oft so gestaltet, dass kein Standardframework passt. Interviewer möchten deine Problemlösungsfähigkeiten testen, nicht deine Fähigkeit zum Auswendiglernen. Beispiel: Wie würdest du einem Energieunternehmen helfen, seine Unternehmenskultur zu optimieren? Das ist ein echter MBB-Case, der keine einfache Anwendung eines Standardframeworks erlaubt.
Grund 2: Selbst ein auswendig gelerntes Framework, das halbwegs auf die Fragestellung zutrifft, reicht nicht aus, um zu glänzen. Du musst zeigen, dass du ein strukturierter Problemlöser bist. Hierbei geht es nicht um vorgefertigte Lösungen, sondern darum, wie du das individuelle Problem mit einer maßgeschneiderten Lösung herunterbrichst.
Worauf kommt es dann beim Strukturieren an?
Die gute Nachricht: Ein Case-Interview ist kein Prüfungsformat, sondern ein Dialog. Der Interviewer sucht nach deiner Fähigkeit, den Fall strukturiert und logisch zu bearbeiten. Der Weg zum Ziel ist wichtiger als das Ziel selbst!
Der Schlüssel: Zeige, dass du wie ein Consultant denkst. Ein klarer, strukturierter Lösungsansatz ist oft wichtiger als die endgültige Antwort. So sammelst du wertvolle Punkte, selbst wenn der Case dir nicht besonders liegt.
Das Problem: Für die meisten Bewerber ist strukturiertes Denken Neuland. Die Strategien aus dem Studium – die sich oft auf Auswendiglernen konzentrieren – funktionieren hier nicht.
Wie kannst Du Cases strukturiert lernen?
Podcast: Höre einmal in unseren Podcast zum Thema Case Interview rein! Hier erklären wir genau, wie du für jede Fragestellung ein maßgeschneidertes Framework entwickelst.
Workshop: Nimm an unseren Case Structuring Workshops teil, um praxisnah zu lernen, wie du deine Struktur für jeden Case individuell entwickelst. Folge einfach Johanna Pabst auf LinkedIn, um über kommende Workshops informiert zu werden.
Ok, und wie kannst Du Strukturieren gezielt üben?
Das Erstellen von maßgeschneiderten Frameworks trainierst du in deiner Case-Vorbereitung nicht primär in Mock Interviews, sondern am besten mit gezielten Drills.
Nimm dir eine Case-Aufgabe aus einem Buch und entwickle ein eigenes Framework. Analysiere und verbessere es danach. So kannst du in 10 Minuten ein tiefgehendes Framework erarbeiten. Schneller werden kannst du dann später immer noch.
In einer 90-Minuten-Session kannst du so 9 verschiedene Frameworks üben, während du in einem Mock Interview meistens nur eines erstellst. Drills sind daher die effektivste Methode, um deine Fähigkeiten im Case Structuring zu trainieren.
Wie wir Dir bei diesem Schritt helfen
Mit unserem bewährten und systematischen Schritt-für-Schritt-Ansatz zeigen wir dir, wie du jeden Case eigenständig und selbstbewusst löst. Du wirst deine Interviewer mit deinen Problemlösungsfähigkeiten beeindrucken und dabei sicherstellen, dass du strukturiert und fokussiert an jeden Fall herangehst.
Unsere Methoden: Wir kombinieren unseren umfassenden Case Interview E-Learningkurs mit intensiven 1:1 Case Coaching Sessions, um dir maßgeschneiderte Unterstützung zu bieten.
So lernst du nicht nur, wie du Cases effektiv strukturierst, sondern auch, wie du während des gesamten Interviewprozesses selbstbewusst und zielgerichtet agierst.
Podcast-Empfehlung
Im Gespräch mit den studentischen Beratern von Heinrich Heine Consulting teilt Gero Insights aus seiner Erfahrung als Case Coach und Interviewer mit mehr als 200 geführten Interviews. Lerne im Podcast, wie du jeden Case eigenständig strukturieren kannst – garantiert ohne auswendig gelernte Frameworks.
Fehler 4: Stagnation anstelle von systematischem Fortschritt
Das Problem: Du hast das Gefühl, dass du dich in deiner begrenzten Vorbereitungszeit nicht maximal verbessern kannst, weil dir regelmäßiges und gezieltes Feedback zu deiner Case-Performance fehlt. Ohne eine klares Feedback von Experten, das dir zeigt, an welchen Stellschrauben du drehen musst, flacht deine Lernkurve unweigerlich ab und deine Motivation sinkt.
Best Practice
Der wichtigste Hebel, um die Zeit der Bewerbungsvorbereitung optimal zu nutzen, ist, frühzeitig Schwächen zu erkennen und daraufhin gezielt an den relevanten Fähigkeiten zu arbeiten. Nur so kannst du sicherstellen, dass du dich konstant verbesserst und optimal für das Interview vorbereitet bist.
Wie kannst Du Schwächen erkennen?
Um deine Schwächen effizient zu identifizieren, solltest du regelmäßig Expertenfeedback einholen. Die besten Feedbackgeber sind Personen, die selbst Erfahrung in der Unternehmensberatung haben und idealerweise auch im Bereich Interviewführung tätig sind.
✔️ Hast du Bekannte im Consulting? Perfekt! Nutze diese Verbindungen und bitte um Feedback zu deiner Case-Performance. Wenn du niemanden in deinem Netzwerk hast, der dir direkt weiterhelfen kann, ist auch Erfahrung aus einem Consultingpraktikum bei einer führenden Beratung ein wertvoller Ausgangspunkt.
✔️ Hochwertiges Feedback von Experten: Die Expertise eines erfahrenen Case Coaches ist durch nichts zu ersetzen. Sie können dir helfen, deine Schwachstellen präzise zu identifizieren und diese gezielt zu verbessern.
Nutze diese Experten als Casepartner, um deine Leistung an bestimmten Stellen in deiner Casejourney zu kalibrieren und qualitativ hochwertiges Feedback zu erhalten. So kannst du zielgerichtet Schwächen identifizieren und diese dann trainieren, damit sie dir im Interview nicht auf die Füße fallen.
Bonus Tipp: Unsere Empfehlung ist, sowohl recht früh nach den ersten 1-2 Cases als auch später nach ca. 10-15 Cases (also an strategischen Punkten in der Vorbereitung) einen Case mit einem qualifizierten Casepartner zu absolvieren, damit du kontinuierlich an deinen Schwächen arbeitest und dich stetig verbesserst.
Wie wir Dir bei diesem Schritt helfen
In 10 persönlichen 1:1 Coaching-Sessions, exklusiv mit den Gründern von Carma Consulting (Johanna & Gero), erhältst du unmittelbares Feedback und wertvolle Insights aus unserer Erfahrung als erfahrene Interviewer.
Du erfährst genau, was du in deinem Case falsch gemacht hast und warum.
Wir zeigen dir, wie du es besser machen kannst. Und du erhältst gezielte Strategien, um deine Case-Performance zu verbessern. Mit uns wirst du nicht nur verstehen, was du verbessern musst, sondern auch, wie du es konkret umsetzt – für maximale Erfolgschancen im Interview.
" Das 1-on-1-Coaching, das explizit Schwächen und Stärken verbessert, macht es wirklich zu einem tollen Programm. Besonders in den Sessions kann man extrem viel Feedback mitnehmen und sich in kurzer Zeit extrem steigern."
Martin
Offer von Roland Berger, FTI-Andersch, Berylls, E.ON Inhouse Consulting
Fehler 5: Case Ressourcen, die mehr schaden als nutzen
Das Problem: Du nutzt schlechte Materialien für deine Case-Vorbereitung, die auf veralteten Methoden basieren, wie z. B. Standardframeworks, oder von Autoren stammen, die keine First-Hand-Erfahrung als Interviewer in führenden Unternehmensberatungen haben.
Best Practice
Da deine Zeit für die Vorbereitung auf Case Interviews begrenzt ist, sind hochwertige Case-Ressourcen wie Bücher, Kurse (und manchmal auch Coaches) entscheidend, um schnell und effektiv die richtigen Grundlagen zu lernen.
Das solltest du bei der Auswahl deiner Case-Ressourcen beachten
Um sicherzustellen, dass du keine Zeit verschwendest, solltest du die drei häufigsten Fehler bei der Auswahl von Case-Ressourcen vermeiden:
Fehler 1: Mit unqualifizierten Coaches arbeiten.
Es gibt viele Coaches, die auf Case-Interviews vorbereiten, aber nicht die notwendige Erfahrung haben, um dir wirklich weiterzuhelfen. Viele Case Coaches waren nur kurz in der jeweiligen Beratung aktiv und waren nie Interviewer. Interviews kann man in der Regel erst nach mindestens 2-3 Jahren und einer spezialisierten Ausbildung führen.
Umfassende Erfahrung als Interviewer bei führenden Unternehmensberatungen ist entscheidend, um dir wirklich wertvolles Feedback zu geben.

Fehler 2: Mit suboptimalen Materialien arbeiten.
Halte dich an Materialien, die von ehemaligen Interviewern bei führenden Beratungen erstellt wurden.
Leider ist das bei vielen der populären Case Interview Bücher wie „Case in Point“ oder „Case Interview Secrets“ nicht der Fall.
Diese Ressourcen bieten häufig veraltete Methoden, die nicht mehr mit den heutigen Standards übereinstimmen und daher nicht effektiv für deine Vorbereitung sind. Wähle stattdessen aktuelle und relevante Materialien von Experten, die wirklich im Interviewprozess involviert waren.

Fehler 3: Zu lange in der Theorie stecken bleiben.
Zu viel Zeit damit zu verbringen, nur Bücher zu lesen, ist kontraproduktiv. Du wirst nur durch praktisches Üben und Feedback besser. Verliere dich nicht ewig in der Theorie! Komm schnell ins praktische Üben und mache regelmäßig Mock Interviews.
Viele begehen den Fehler, wochenlang nur über Cases zu lesen. Das ist verständlich, fühlt sich doch das erste Case Interview meistens ein wenig wie ein Sprung ins kalte Wasser an.
Allerdings ist das Hängenbleiben in der Theorie sehr schädlich: Vor allem so lange du überhaupt keinen einzigen Case absolviert hast, reicht Lesen nicht aus: Du hast schlicht zu wenige Referenzpunkte, um das neue Wissen wirklich zu verwerten.
Ein sehr gutes Mittel ist es übrigens auch, Case Interview Videos zu schauen, um ein Gefühl für den realen Flow von Cases zu entwickeln.
Schaue dazu gerne einmal auf unserem Youtube-Kanal vorbei.
Wie wir Dir bei diesem Schritt helfen
Mit unserem umfassenden E-Learning Kurs bieten wir dir alles, was du brauchst, um Case Interviews auf höchstem Niveau zu meistern: 20+ Stunden Videomaterial, individuelles Feedback auf Übungsaufgaben und eine strukturierte Schritt-für-Schritt-Anleitung für jeden Abschnitt des Case Interviews.
In Kombination mit unseren 1:1 Coaching Sessions kannst du dich so optimal auf jedes Interview vorbereiten und dich sicher und selbstbewusst präsentieren.
YouTube-Empfehlung
Auf unserem YouTube-Kanal findest du unter anderem realistische Case Interviews in deutscher Sprache.
Fehler 6: Keine ausreichende Vorbereitung auf den Personal Fit Teil
Das Problem: Du weißt nicht, wie du dich auf den Personal Fit Teil des Interviews inkl. deiner Selbstvorstellung und deiner Antworten und Stories systematisch vorbereiten kannst - dabei macht dieser oft 50% der Bewertung aus und ist ein riesiger Hebel!
Best Practice
Da sich die wenigsten Bewerber systematisch auf den Personal Fit Teil des Interviews vorbereiten, kannst du dich hier viel einfacher positiv differenzieren als in Case Interviews.
Und vor allem bei ähnlicher Performance im Case entscheidet sehr häufig der Personal Fit.
Optimale Vorbereitung in 3 Schritten
Schritt 1: Selbstvorstellung optimieren.
Der erste Eindruck zählt, und leider haben viele Bewerber bei ihrer Selbstvorstellung bereits einen schlechten Start, da sie viel zu langatmig und nicht präzise genug sind.
Beginne mit einer kurzen Schilderung deines Hintergrunds und erkläre anschließend deine Motivation. Warum Beratung? Warum diese Firma?
Bereite dich auch auf mögliche Rückfragen gründlich vor.
Wer Interviewer schon in der Selbstvorstellung verwirrt, strapaziert ihre Geduld.

Schritt 2: Relevante Erfahrungen identifizieren.
Identifiziere Erfahrungen, die besonders relevant für Themen wie Leadership und Teaming sind. Diese solltest du in prägnante und überzeugende Stories verpacken, die deinen Beitrag zur jeweiligen Situation klar zeigen.
Wie heißt es so schön: "People remember stories, not facts". Deine Stories sollten zeigen, warum du gut für die Rolle geeignet bist. Für ein Consulting-Interview sind insbesondere deine Erfahrungen zu Leadership, Teaming, Drive und Motivation entscheidend.
Auf solche Stories solltest du deine bisherigen Erfahrungen hin absuchen.

Schritt 3: Überzeugende Stories entwickeln.
Reflektiere gründlich über deine bisherigen Erfahrungen. Welche Stärken konntest du in welchen Situationen zeigen?
Nutze das STARR-Framework, um deine Stories zu strukturieren:
Situation: Beschreibe den Kontext oder Hintergrund der Situation.
Task: Erkläre deine Rolle und Verantwortlichkeiten
Action: Beschreibe die Schritte, die du unternommen hast.
Result: Erläutere das Ergebnis und deinen Beitrag dazu.
Reflection: Reflektiere über deine Learnings und Takeaways. Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?

Bonus Tipp 1: Übe die Stories im Vorfeld mit Freunden oder erfahrenen Interviewern, bis sie wirklich im Detail sitzen. Lerne aber nicht den genauen Text auswendig, sondern nur Stichpunkte. Sonst wirkst du schnell hölzern.
Bonus Tipp 2: Sei authentisch. Denk dir keine Stories aus, die nicht der Wahrheit entsprechen. Ein erfahrener Interviewer merkt das sofort.
Sei auf alle Eventualitäten vorbereitet
Zuletzt: Sei im Personal Fit Interview auf alles vorbereitet.
Sei auf verschiedene Arten von Personal-Fit Interviewern vorbereitet. Manche nutzen strukturierte Fragebögen, während andere eher einen lockeren Coaching-Ansatz wählen, um dich besser zu verstehen.
Sei davon nicht überrascht! Auf beide Arten von Gespräch solltest Du eingestellt sein.
Bonus Tipp 3: Schreibe Antworten und Stories für den Fitteil auf Notizzettel und hänge sie verteilt in deiner Wohnung auf, sodass du sie regelmäßig siehst. So kannst du sie dir für das Interview sicher merken und immer wieder üben.
Wie wir Dir bei diesem Schritt helfen
Mit unseren maßgeschneiderten Ressourcen wie dem Personal Fit Grid und individuellen Coaching-Sessions bereiten wir dich gezielt und systematisch auf den Personal Fit Teil des Interviews vor.
Wir haben bereits zahlreichen Coachees, deren Bewerbungen früher am Personal Fit gescheitert sind, dabei geholfen, diese Hürde zu meistern und ihre Ziele zu erreichen.
" Das Personal Fit Coaching hat mir dabei geholfen, meine persönliche Marke optimal zu präsentieren und mich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. "
Sophia
Offer von Bain
Fehler 7: Kein starkes Netzwerk für Casetraining und Motivation
Das Problem: Du hast weder hochqualifizierte Case-Partner für Übungsinterviews, die auf Top-Niveau ausgebildet sind, noch bekommst du regelmäßig mit, wie deine Case-Partner erfolgreich Offers erhalten. Das fehlt dir, um dich selbst zu motivieren und dich kontinuierlich zu verbessern.
Best Practice
Die Bewerbungsphase im Consulting ist intensiv. Ohne gute Übungspartner, mit denen du dich regelmäßig über Herausforderungen und Erfolge austauschen kannst, wird es schwer, dein volles Potenzial zu entfalten.
Wie viele Partner und Interviews sind nötig?
Partner: Qualität geht vor Quantität! Es ist ratsam, mit etwa 5-10 Partnern Cases zu üben. So kannst du sicherstellen, dass deine Auswahl verbindlich ist und deine Partner nicht kurzfristig absagen. Wenn du deine Partner schon gut kennst, werden sie eher aufmerksam sein und dir ausführliches Feedback geben.
Interviews: Ein guter Richtwert sind etwa 20 Mock Interviews vor dem ersten echten Interview. Liegen deine Schwächen eher im Bereich Kommunikation oder Case Drive, sollten es mehr sein. Liegen sie eher in technischen Bereichen wie Rechnen oder Strukturieren, können weniger reichen. Diese Schwächen solltest du dann jedoch mit gezielten Drills angehen.
Was sollst Du bei Übungsinterviews beachten?
Übe idealerweise mit Partnern, die auf deinem Level oder sogar darüber sind. So wirst du bestmöglich herausgefordert.
Kläre zu Beginn, dass du direktes und konstruktives Feedback möchtest, damit du nicht nur positives, sondern auch kritisches Feedback erhältst, das dich wirklich weiterbringt.
Kommuniziere im Voraus, welche Art von Case du üben möchtest (z.B. Market Sizing), um dich gezielt auf deine Schwächen zu fokussieren.
Wie findest Du Case Parter?
Eine gute erste Anlaufstelle sind Case Clubs an deiner Universität oder Kommilitonen aus deinem Jahrgang.
Wenn du weitere Partner benötigst, können Plattformen wie unser Kooperationspartner PrepLounge hilfreich sein, um neue, engagierte Übungspartner zu finden.
Wie wir Dir bei diesem Schritt helfen
Unsere Coachees üben als qualifizierte Interviewpartner miteinander Cases und teilen in der Community ihre Erfolge, damit du immer wieder erlebst, dass unser Programm funktioniert und auch du mit den besten Erfolgschancen in deine Interviews gehen kannst.
"Darüber hinaus hat man Zugriff auf eine großartige Community, wo man für jedes Anliegen einen Ansprechpartner findet!"
Henri
Offer von Struktur Management Partner, FTI-Andersch
Fehler 8: Kein wirkungsvoller Umgang mit Stress in der Bewerbungsphase
Das Problem: Du verspürst den Druck, dich gegen starke Konkurrenz durchzusetzen, und gleichzeitig hast du wenig Zeit, da auch andere Verpflichtungen wie deine Thesis und Klausuren Aufmerksamkeit verlangen.
Best Practice
Die Bewerbungsphase im Consulting ist für viele Bewerber die intensivste und stressigste Phase, die sie bisher im Leben erlebt haben.
Um den Stress zu reduzieren und die besten Ergebnisse zu erzielen, gibt es vier bewährte Strategien, die dir helfen werden, fokussiert und ruhig zu bleiben.
4 bewährte Strategien, um fokussiert zu bleiben
Strategie 1: Rechtzeitig starten.
Starte frühzeitig mit den Bewerbungen, damit du genügend Zeit hast, dich gut vorzubereiten und deine anderen Verpflichtungen wie Uni oder Initiativen unter einen Hut zu bekommen.
Wenn du nicht genug Zeit einplanst, um die nötigen Fähigkeiten zu entwickeln (mindestens 1 Monat, idealerweise 2 Monate), solltest du in Erwägung ziehen, die Bewerbungsphase zu verschieben.
In einem so kompetitiven Umfeld wie im Consulting wirst du dich nur dann gegen besser vorbereitete Mitbewerber durchsetzen können.

Strategie 2: Schritt für Schritt vorgehen.
Fahre mit einem klaren Plan. Zunächst solltest du zum Beispiel alle Unterlagen fertigstellen und dann in Ruhe abschicken. Vermeide es, nach den ersten 10 Mock Interviews spontan weitere Bewerbungen zu schreiben. So kannst du dich in jeder Phase konzentrieren und das Beste aus ihr herausholen.

Strategie 3: Wochen realistisch planen.
Plane deine Woche in detaillierten Zeitblöcken, in denen du dich sowohl auf Bewerbungen als auch auf Uni-Arbeiten konzentrieren kannst. Vergiss dabei nicht, regelmäßige Pausen einzuplanen, um Überlastung zu vermeiden. Eine realistische Planung sorgt dafür, dass du nicht unter Zeitdruck gerätst und gleichzeitig produktiv bleibst.

Strategie 4: Stressbewältigungstechniken ausprobieren.
Consulting-Bewerbungen sind eine große Herausforderung. Überlege, welche Techniken dir in der Vergangenheit geholfen haben, mit Stress umzugehen. Atemübungen oder Meditation (z.B. mit Apps wie Headspace) sind effektive Methoden, um deinen Kopf in stressigen Momenten freizubekommen. Probiere sie aus und integriere sie bewusst in deinen Alltag.
Diese Strategien helfen dir nicht nur dabei, den Stress zu bewältigen, sondern auch fokussiert und vorbereitet in den Bewerbungsprozess zu gehen.
Wie wir Dir bei diesem Schritt helfen
Wir sind empathische und professionell ausgebildete Coaches, die immer für Fragen zur Verfügung stehen und dich bis zum Ziel begleiten. Die enge Zusammenarbeit mit uns sowie unsere unterstützende Community helfen dir dabei, die nötige Gelassenheit zu entwickeln, um die Bewerbungsphase erfolgreich und gesund zu meistern.
" Durch den Support von Johanna und Gero wusste ich, dass ich auf alle Eventualitäten vorbereitet war, und konnte somit selbstbewusst und mit Vorfreude in die Interviews gehen. [...] Das Coaching ist mit Abstand die beste Entscheidung, die ich für meine Zukunft je getroffen habe."
Theresa
BCG, BCG Platinion
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Da unser Coaching mit sehr viel Aufmerksamkeit und Engagement für jeden einzelnen Coachee durchgeführt wird, können wir nur eine begrenzte Zahl von Coachees unterstützen. Das heißt konkret: Je nach Kapazität können in der Regel nur 1-3 Coachees pro Woche in die Zusammenarbeit mit uns starten.
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